Richtig Braten
Beim
Anbraten kann man erhebliche Fehler machen, die das Fleisch zäh
oder trocken werden lassen. Deswegen gibt es auch hier beim
Kochen einige Spielregeln zu beachten.
Zum Braten von
Schnitzel mit Panade empfiehlt sich zum Anbraten Butterschmalz
oder Butter.
Für Naturschnitzel können Sie auch handelsübliche Öle verwenden,
wobei die Faustregel gilt, dass Sie das Öl umso höher erhitzen
können, je weniger fruchtig es ist. Schnuppern Sie zuerst mal am
Olivenöl für Ihr mediterranes Schnitzel und wählen Sie das Öl,
das langweiliger riecht. Wollen Sie fruchtigen Ölgeschmack,
träufeln Sie nach dem Bratvorgang einige Tropfen dieses Öles auf
das Schnitzel.
Die (hochwertige) Pfanne sollte mit dem Öl aufgeheizt sein,
bevor Sie das Fleisch in die Pfanne geben. Beobachten Sie das Öl
bzw. Fett in der Pfanne, während Sie es aufheizen. Wird die
Oberfläche leicht wellig, ist der Zeitpunkt da, das Fleisch in
die Pfanne zu tun. Qualmt es bereits, ist es eigentlich bereits
zu heiß, so dass wertvolle Inhaltsstoffe des Öles bereits
verbrannt sind. Im Extremfall kann sogar ein brandiger Geschmack
entstehen.
Achten Sie darauf, die Pfanne nicht zu voll zu machen, da
zumindest ein Elektroherd es nicht mehr schafft, die Pfanne dann
auf der erforderlichen Temperatur zu halten. Die Pfanne sollte
maximal mit 2/3 der Fläche mit Fleisch belegt sein.
Sollte es doch einmal passieren und Ihr Naturschnitzel schwitzt
Wasser aus: Holen Sie das Fleisch sofort aus der Pfanne, gießen
Sie das Wasser ab und erhitzen Sie die Pfanne aufs neue. Das
Ergebnis ist nicht optimal, aber immer noch besser, als das
Schnitzel im Fleischwasser zu kochen.
Generell gilt: Braten Sie nur kurz und scharf an und lassen Sie
das Fleisch, wenn es ringsum angebraten ist, nur noch im Rohr
eine Weile ziehen. Hier hilft nur Erfahrung, den richtigen
Garzeitpunkt zu finden.
Eine Hilfe kann hier ein Bratenthermometer sein; wenn der Kern des
Fleisches ca. 55 Grad erreicht hat, sollte es sofort serviert
werden.