Fleischkunde
Die
meisten Zeitgenossen kaufen das rohe Schnitzelfleisch beim
Metzger oder an der Fleischtheke des Supermarktes; eingehende
Kenntnisse der tierischen Anatomie kann man sich deswegen hier
wohl sparen.
Trotzdem gibt es einige eklatante Unterschiede zwischen den
Fleischsorten, die hier kurz erläutert werden sollen.
Das Kalbfleisch zeichnet für das bekannteste
Schnitzelgericht verantwortlich; das
Wiener Schnitzel, welches
aus der Oberschale oder aus der Nuss stammt. Natürlich lässt sich ein solches
Schnitzel ebenso aus Kalbslende (Rücken) oder Kalbsfilet zubereiten.
Das Kalbfleisch ist ein eher geschmacksarmes Fleisch, welches
jedoch sehr zart ist.
Die meisten Schnitzel werden wohl aus Schweinefleisch
zubereitet. Üblicherweise wird auch hier das Fleisch aus der
Oberschale oder der Nuss verwendet. Nimmt man Schweinelende, ist diese zwar
weicher als das Oberschalenschnitzel; gleichzeitig neigt dieses
jedoch dazu, beim Braten trocken zu werden. Zum Teil wird für
Lende auch der Begriff Lachs oder auch der Begriff Rücken
verwendet.
Fleischscheiben aus dem Schweinenacken werden als
Schweinenackenschnitzel bezeichnet.
Wenn Sie ein extrem
dünnes Schnitzel möchten, verwenden Sie am besten Schweinefilet,
das Sie mit einem Klopfer solange klopfen, bis es durchsichtig
wird, wenn Sie es in das Licht halten.
Der Geschmack von Schweinefleisch ist oft unterschiedlich; von
geschmacksarm bis zu einem typischen Schweinegeschmack ist alles
denkbar. Schweinefleisch hat die meisten Kalorien und gilt
generell als ungesund.
Hühnerbrust, Putenfleisch und andere Geflügelarten sind
geschmacksarme Fleischsorten, sind jedoch in der Behandlung
unproblematisch und haben die geringsten Kalorien.
Auf die Frage, inwieweit extravagante Tierarten wie Krokodil
oder Gazelle als Lieferant für Schnitzelfleisch in Frage kommen,
möchte ich hier nicht eingehen.